Bischof und Bistum

Bischof Dr. Stephan Ackermann, Trier, wird am Montag, 07.12.2020, am Vorabend des Hochfestes der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter, zur Trierer Mariensäule pilgern wird. Der Bischof wird dort das beigefügte Gebet sprechen. Dieses Mariengebet wird auch am Dienstag, 08.12.2020 beim Pontifikalamt im Dom gesprochen.

Mariengebet : Am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter,dem Patronatsfest des Bistums Trier 2020

O Maria,
Dir, vertrauen wir uns an,
die Du am Kreuz an den Schmerzen Jesu teilhattest
und Deinen Glauben bewahrt hast.
Vom Kreuz herab hat Dein Sohn Dich uns allen zur Mutter gegeben.
Du Zeichen der Hoffnung und Quelle des Trostes,
wir kommen zu Dir in unseren Sorgen und Nöten.
Neige das Ohr Deines Herzens und höre uns gnädig an.
Du Heil der Kranken,
wir bitten Dich für unsere Welt,
die unter dem Corona-Virus und seinen Auswirkungen leidet.
Wir vertrauen Dir an:
die Erkrankten in unserem Land und auf der ganzen Welt,
die Pflegekräfte und alle, die im Gesundheitswesen tätig sind,
die Ärzte und Forscher,
die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft,
alle, die um ihre wirtschaftliche Existenz bangen,
alle, die Angst haben und verunsichert sind,
die Toten und alle, die um sie trauern.
Lass sie Deine Hilfe und Deinen Schutz erfahren.
Du Trösterin der Betrübten,
wir bitten Dich in diesen Tagen der Trauer
für unsere (die) Stadt Trier,
über der Dein Bildnis auf der Mariensäule hell erstrahlt.
Nimm in Deine Arme:
die Toten und Verletzen der Amokfahrt vom 1. Dezember,
ihre Angehörigen und Freunde,
die Augenzeugen und alle, denen diese Tat zu schaffen macht,
die Rettungskräfte und alle Helfer,
die Verantwortlichen unserer (der) Stadt,
uns alle,
und schenke uns Deinen mütterlichen Trost.
Du Meeresstern,
Du weist dem Schiff der Kirche auf stürmischer See den Weg.
Wir bitten Dich für unser Bistum
und vertrauen es Deinem mütterlichen Schutz an
in dieser Zeit vielfältiger Veränderungen und Unsicherheiten.
Bitte Du für uns,
dass wir als Kirche von Trier
einen guten Weg gehen
in Treue zum Evangelium,
im gemeinsamen Zeugnis des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe
und in der Einheit und im Frieden.
Dir, der Patronin unseres Bistums,
weihen wir uns heute von Neuem
und versprechen Dir unsere Treue und unsere Liebe.
Bewahre uns und beschütze uns.
Du Mutter der immerwährenden Hilfe,
Du weißt, was wir brauchen.
Und wir sind sicher, dass Du dafür sorgen wirst,
dass so wie in Kana in Galiläa
die Freude und das Fest zurückkehren werden
nach den Prüfungen und der Traurigkeit dieser Zeit.
Hilf uns, dem Willen des Vaters nachzukommen
und das zu tun, was Jesus uns sagt,
der unsere Sorgen und unser Leid auf sich genommen hat,
um uns durch das Kreuz zur Freude der Auferstehung zu führen.
Unter Deinen Schutz und Schirm fliehen wir, Heilige Gottesmutter.
Erhöre unser Gebet in unseren Nöten
und erlöse uns von allen Gefahren,
Du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.

DomWort von Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Thema: „Virus, Visionen, Wirklichkeiten – Mit Gott durch turbulente Zeiten“.
Zum Video hier: https://youtu.be/8T00LjhyFco

DomWort von Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Thema „Virus, Visionen, Wirklichkeiten – Mit Gott durch die turbulente Zeiten“.

Der Podcast ist ab Dienstag, 08.12.2020, abrufbar: https://domwort.podigee.io/

Im Gebet verbunden -Bischof Ackermann zu der Amokfahrt in der Trierer Innenstadt
Trier – Am Dienstagnachmittag sind bei einer Amokfahrt in der Trierer Innenstadt Menschen getötet und verletzt worden. Bischof Stephan Ackermann: „Ich bin zutiefst schockiert über die Amokfahrt, die quasi vor unserer Haustür passiert ist. Wir wissen noch wenig über die Umstände oder die Hintergründe, aber der Vorfall erschüttert die Menschen weit über die Stadt Trier hinaus. Schon jetzt ist der Dom zum Gebet geöffnet; unsere Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger sind im Einsatz. Heute Abend um 20 Uhr laden wir in ökumenischer Verbundenheit zum Gebet für die Opfer, die Toten und Verletzten, ihre Angehörigen, für die Einsatz- und Rettungskräfte und alle, die von diesem schrecklichen Vorfall betroffen sind, in den Dom ein.“

Menschen, die Gesprächsbedarf haben, können sich an die Telefonseelsorgestellen unter 0800-1110111 wenden. Zum Gebet im Dom kann man ohne Anmeldung kommen, die Kontaktdaten werden vor Ort erfasst.

Der Dom ist geöffnet für Gebet und Gedenken, vor dem Altar steht die Osterkerze; es besteht die Möglichkeit, dort auch Kerzen oder Blumen zum Gedenken aufzustellen oder abzulegen. Für das Dekanat Trier haben die Seelsorgerinnen und Seelsorger beschlossen, dass heute Abend um 20 Uhr die Totenglocken in allen Trierer Kirchen läuten. Die Kirchen sind zum persönlichen Gebet geöffnet. Momentan ist der Dom über die Liebfrauenstraße erreichbar.

Bischof Ackermann ruft zu Mut statt Angst während der Corona-Pandemie auf

Statt Feiern und Konzerten lag der Akzent der Wendelin-Wallfahrtswoche auf der Anbetung

St. Wendel – Mit einem Appell für mehr Mut und Gottvertrauen in Zeiten der Corona-Pandemie hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am Dienstag, 20. Oktober, in einem Pontifikalamt in der Basilika St. Wendel die diesjährige Wendelinus-Wallfahrtswoche beendet. „Gottvertrauen schenkt neues Selbstvertrauen“, sagte der Bischof in seiner Predigt. Damit sei aber keine Tollkühnheit oder billiger Optimismus gemeint, der die Risiken ausblende. „Wir können unsere Ängste Gott anvertrauen. Das ist eine wichtige Haltung neben all den Vorsichtsmaßnahmen. Das, was ich nicht planen kann, darf ich Gott anvertrauen. Daraus wächst Selbstvertrauen“, sagte der Bischof weiter. „Es gibt viel Angst, auch berechtigte Angst“, sagte er. Dazu zählten die Sorge vor einem neuen Lockdown sowie die Angst um die Gesundheit von Angehörigen und Freunden. „Wir dürfen uns aber nicht von der Angst treiben lassen“, appellierte der Bischof an die Gläubigen in der Basilika und an den heimischen Bildschirmen, die das Pontifikalamt im Live-Stream vom Computer aus verfolgten.

In dem die Jünger auf Jesus vertrauten und dafür ihr bisheriges Leben aufgaben, hätten sie eine neue Freiheit und dadurch neues Selbstvertrauen gewonnen. „Sie bewiesen einen Mut, über den wir nur staunen können“, sagte Bischof Ackermann. Auch der heilige Wendelin, dessen Namenstag an diesem Tag gefeiert wurde, habe diesen Mut bewiesen. Er sei als Einsiedler aus seinem bisherigen Leben ausgebrochen. Dies sei jedoch nicht nur eine Einschränkung gewesen, sondern auch eine Chance, den Blick nach innen zu richten und Gott zu finden. So könne auch die Zeit der Corona-Pandemie nicht nur als Zeit der Beschränkung betrachtet werden, sondern auch die Chance bieten, sich auf eine Beziehung mit Gott einzulassen und so seinen Glauben neu zu erlernen.

Während der Eucharistiefeier, die von einer Schola der Wendelinus-Basilika unter der Leitung von Stefan Klemm, musikalisch gestaltet wurde, verhüllten Bischof Stephan Ackermann und Basilika-Pastor Klaus Leist den Schrein des heiligen Wendelin. Die Lade war während der Wallfahrtswoche auf der Tumba zur Verehrung ausgestellt worden, damit Pilger die Nähe des Heiligen erfahren konnten. Die Lade wurde im Laufe des Mittwochs zurück in das Hochgrab im Altarraum gestellt.

Die Wendelinus-Wallfahrtswoche unter dem jährlichen Motto „Gott suchen wie Sankt Wendelin“ vom 14. bis 20. Oktober wurde angesichts der Pandemie in diesem Jahr als eine „stille Wallfahrt“ gefeiert. Es sei der Pfarrgemeinde wichtig gewesen, gerade auch in Krisenzeiten, in der viele Menschen verunsichert seien, durch die Wallfahrtswoche ein sichtbares Zeichen der Hoffnung und des Mutes zu setzen, sagte Pastor Leist. Wegen der gesundheitlichen Sicherheit seien viele Formate abgesagt worden. Dazu zählten Konzerte, die Kunstausstellung junger Menschen, die Wallfahrt mit den Vorschul-und Kommunionkindern sowie der Jugendgottesdienst mit den Firmlingen. Ebenso fielen die Segnung der Ehejubilare und die Spendung der Krankensalbung aus sowie das neue Format: „Meine schönsten Bibelstellen. Politiker lesen aus der Heiligen Schrift. Wort und Musik“. Statt des ökumenischen Abendlobs mit dem Taizé-Projektchor, gab es ein ökumenisches Morgenlob.

Als Folge hätten auch die zahlreichen Pilgerinnen und Pilger gefehlt. Statt der üblichen rund 3000 Pilger seien es dieses Jahr nur 300 gewesen. Konnten in den Vorjahren durch die Kollekten der Pilgergottesdienste Projekte etwa wie die Seenotrettung oder von Hochwasser betroffene Familien in Indien unterstützt werden, wurde in diesem Jahr kein konkretes Projekt in Augenschein genommen. Stattdessen lag ein besonderer Akzent auf der Anbetung. Neben der täglichen Eucharistiefeier gestalteten die Pfarrgemeinden, der Katholische Deutsche Frauenbund St.Wendelin, die Steyler Missionare und die beiden indischen Schwesterngemeinschaften jeweils eine einstündige Anbetungsstunde. „Es war eine kleine, beschauliche Wallfahrt, die dennoch eine besondere Ausstrahlung hatte“, resümierte Pastor Klaus Leist.

(uk)

 

Informationen Fronleichnamsfest im Bistum Trier

https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/fronleichnamsfest-im-dom-schutz-der-gemeinde-geht-vor/

Gruß zur Heiligen Woche 2020 unseres Bischofs Stephan Ackermann

Hier können Sie den Gruß unsers Bischofs zur Heiligen Woche 2020 herunterladen und lesen.